Neuro-Change

So heißt mein neues Buch. Ich mag Veränderungen und Weiterentwicklung. Schon mein ganzes Leben habe ich mich gefragt, wie ich mich verändern kann und was ich an mir verändern kann. Und natürlich schwebt mit der eigenen Veränderung auch die Frage im Raum, „Kann ich andere bei ihrer Veränderung unterstützen oder beeinflussen?“. Und damit sind die großen Themen des Buches schon umrissen. Wir können wir die eigene und wie die Veränderung von anderen Personen gestalten.

Lernen und Entwicklung bekommen Gewicht in der Forschung

Bis vor ein paar Jahren war die Genetik ja noch der vorherrschende Mainstream. Und wenn wir glauben, das wir durch die Gene bestimmt werden, dann ist Veränderung nur sehr eingeschränkt möglich. Zum Glück sind Gene zwar wichtig, sie bestimmen aber längst nicht alles. So haben die Neurowissenschaftler in der letzten Zeit einen neuen Blick auf Veränderung ermöglicht. Wir sind nur begrenzt unseren Genen ausgeliefert. Unser Gehirn wird dagegen weit mehr durch Lernen und Entwicklung bestimmt. Es kann sich bis ins hohe Alter verändern. Wir können uns entwickeln und verändern. Das Potential ist in jedem von uns vorhanden. Und es gibt fantastische Berichte über dramatische Veränderungen selbst im hohen Alter.

Veränderung ist nicht gleich Veränderung

Allerdings muss man hier etwas differenzieren. Veränderung ist abhängig davon, was wir verändern möchten. Ist es unser Verhalten, unsere Emotionen unsere Denkweisen oder Einstellungen. Je nachdem ist die Veränderung mal einfach und schnell, und mal sehr langwierig. In jedem Fall ist sie aber mit Energie und Mühe verbunden. Veränderung kommt nicht einfach so in unser Leben nur durch unseren Wunsch. Ich muss und ich kann etwas dafür tun. Ich habe mich in dem Buch ausführlich darüber ausgelassen, was wie funktioniert.

Wir haben Einfluss auf die Veränderung

Andere beeinflussen? Ich bin kein Freund von der Idee, dass wir andere ändern können. Aber wir müssen anerkennen, das jeder durch seine Umgebung immens beeinflusst wird. Und da spielen Verhalten, Sprache, Sichtweisen und auch Umwelten eine große Rolle. Weil der Einfluss immens ist, sind auch Veränderungen in Firmen möglich. Man muss nur die Stellschrauben im Kopf kennen. Und die sind anders als es gängige Change Theorien derzeit vermuten lassen. Mitarbeitern Angst machen vor der Zukunft ist ein gängiges Mittel in vielen Change-Projekten. Klar, damit fangen Menschen mit der Veränderung an, das kann man nicht bestreiten. Aber Kreativität und Engagement bleiben auf der Strecke. Und am Ende sind alle ausgelaugt und kaputt von der mühevollen Arbeit. Veränderung geht auch mit Spaß und Energie. Da muss man die richtigen Netzwerke aktivieren. Und das müssen viele Manager erst wieder lernen. Wir haben die Möglichkeit ein neues Denken einzuführen und uns als Menschen zu sehen. Wir sind keine funktionierenden Maschinen. Wir sollten anfangen uns und andere als Wesen mit vielen Fähigkeiten, Stärken und Bedürfnissen zu erkennen. Dann kann Entwicklung mit Engagement und Energie funktionieren.